Neue Möglichkeiten der Gewinnung von Wertmineralen untersucht

G.E.O.S. analysiert und bewertet beibrechende Wertminerale aus deutschen Kieswerken - Kassiterit könnte wirtschaftlich sinnvoll gewinnbar sein

G.E.O.S. untersuchte in einer umfangreichen Studie im Auftrag der Deutschen Rohstoffagentur in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe die Möglichkeiten der Gewinnung von Wertmineralen, die aus Kies- und Sandlagerstätten Deutschlands beibrechend mitgewonnen werden könnten. Dr. Frank Haubrich charakterisierte in Zusammenarbeit mit Partnern hierzu mineralogisch und chemisch schwermineralhaltige Proben aus 40 Kieswerken im Einzugsgebiet der Elbe, des Rheins, der Donau, des Mains und der Weser. Danach wurde eine wirtschaftliche Bewertung vorgenommen. Im Wesentlichen wurden hierbei Sande und Kiese auf die ökonomisch relevanten Minerale Magnetit, Ilmenit, Granat, Rutil, Zirkon und Kassiterit untersucht.

Der von G.E.O.S. erstellte Bericht fasst alle Daten der aufbereitungstechnisch-mineralogischen Untersuchungen zusammen und bewertet die erzielten Ergebnisse. Als Hauptresultat konnte festgestellt werden, dass unter den in den deutschen Kiessandlagerstätten vorkommenden Wertmineralen nur Kassiterit (Zinnstein) wirtschaftlich gewinnbar sein könnte. Die Kiessande mit interessanten Kassiteritgehalten liegen alle im Erzgebirgsvorland und an der Elbe.

Im Zuge der Umsetzung der Europäischen, Bundes- und Sächsischen Rohstoffstrategie werden die sächsischen Zinnvorkommen wieder an Bedeutung erlangen. Deren Bewertung erfolgte bereits im Projekt ROHSA 3 – Rohstoffdaten Sachsen. Das Potential an Kassiterit in den Sand- und Kieslagerstätten könnte einen wesentlichen Beitrag zur breiteren Nutzung primärer einheimischer Rohstoffe leisten.

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Die Deutsche Rohstoffagentur ist das rohstoffwirtschaftliche Kompetenzzentrum und die zentrale Informations- und Beratungsplattform zu mineralischen Rohstoffen und Recyclingrohstoffen für die deutsche Wirtschaft.

Die Studie ist öffentlich online: https://www.deutsche-rohstoffagentur.de/DERA/DE/Home/dra_node.html