Grubenbauverwahrung Rabenberg in Johanngeorgenstadt
Die G.E.O.S. Ingenieurgesellschaft, Niederlassung WISUTEC aus Chemnitz hat im Juni 2026 die Grubenbauverwahrung auf dem Rabenberg in Johanngeorgenstadt abgeschlossen. Auftraggeber des Projekts war die Wismut GmbH.
Die Baustelle umfasste mehrere Stollen, Tagesbrüche und weitverzweigte, tagesnahe Hohlräume. Diese stellten über Jahrzehnte ein Sicherheitsrisiko für die Bevölkerung dar, insbesondere mit Blick auf die touristische Nutzung des Rabenbergs und die lokale Forstwirtschaft.
Vier Stollen im Tal des Seifenbaches verwahrt
Der G.E.O.S. Fachbereich Bergbausanierung plante die Arbeiten ab 2020, ein spezialisierter Fachbetrieb setzte sie ab 2021 bautechnisch um.
G.E.O.S. übernahm während der gesamten Bauzeit die kontinuierliche örtliche Bauüberwachung. Im Tal des Seifenbaches verwahrte das Team vier Stollen. Im gleichen Gebiet war zudem eine Gangstrecke am Niederdorfer Weg über eine Länge von rund 130 Metern bis zur Tagesoberfläche durchgebrochen. Einzelne Tagesbrüche erreichten eine Tiefe von bis zu 20 Metern.
Zu den Aufgaben von G.E.O.S. und dem ausführenden Fachbetrieb TS Bau Jena GmbH gehörten:
- Planung der Verwahrungsmaßnahmen ab 2020 für Stollen, Tagesbrüche und tagesnahe Hohlräume im Projektgebiet
- Verfüllung eines Stollens im tagesbruchgefährdeten Bereich mit Beton
- Sicherung von drei weiteren Stollen durch den Einbau einer rund 4 Meter starken Betonplombe
- Naturschutzfachliche Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde zur Anlage von Einflug- und Einkriechöffnungen für Fledermäuse und Amphibien, um Lebensräume für Tiere zu erhalten
- Verwahrung der Gänge 76 und 77, den Hauptarbeiten des Projekts, deren Umfang sich aufgrund ungenauer Altunterlagen gegenüber der ursprünglichen Planung vergrößerte. An den Gängen 76 und 77 füllte der Fachbetrieb sämtliche Hohlräume mit Beton und sicherte damit die Tagesoberfläche.
Frühere Verwahrungsabschnitte auf dem Rabenberg: Schächte 205 und 243
Bereits zwischen 2012 und 2018 realisierte G.E.O.S. Sanierungsarbeiten auf dem Rabenberg. Dazu gehören die Verwahrung der Schächte 205 und 243, mehrerer Stollen sowie der Gänge 80 und 231. Auch diese Arbeiten plante und begleitete G.E.O.S. bautechnisch.
Am Standort des verwahrten Schachtes 243 entstand nach Abschluss der Arbeiten der Aussichtspunkt „Speerblick“, der bei Wanderern und Radfahrern auf dem Rabenberg für den Blick auf Johanngeorgenstadt bekannt ist.
Mit dem Abschluss der Sicherungs- und Verwahrungsarbeiten ist die öffentliche Sicherheit auf dem Rabenberg wiederhergestellt. Die Verkehrssicherheit im Gelände ist gewährleistet und die touristische Nutzung sowie Forstwirtschaft sind wieder gefahrlos möglich.
Wismut GmbH, Projektträger Altstandorte
2020 - 2026
Lars Uhlig
Tel.: +49 (0)371 270940-75
E-Mail: l.uhlig@geosfreiberg.de
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Abbau auf Gang 77 – unterirdische Hohlraumhöhe bis 17 Meter, Foto: Wismut GmbH -
Ehemals ungesicherter Zustand auf dem Gang 76 -
Abbau auf Gang 77 – unterirdische Hohlraumhöhe bis 17 Meter -
Gesicherter Zugang zu einem Stollen mit Einflug- und Einkriechöffnung für Fledermäuse und Amphibien -
Herstellung eines tagesnahen Betonriegels auf der alten Gangstruktur am Niederdorfer Weg