G.E.O.S. beim Praxisforum Geothermie an der TU München
G.E.O.S. präsentiert vorläufige Ergebnisse und Lessons Learned aus dem Tiefengeother-mieprojekt Geiselbullach – Produktivitätssteigerung nach mehreren Säuerungen bestätigt
Am 3. Juli 2026 war G.E.O.S. mit einem Fachvortrag beim Praxisforum Geothermie an der Technischen Universität München vertreten. Dr. René Kahnt stellte unter dem Titel „Tiefengeothermie im Erlaubnisfeld Geiselbullach – vorläufige Ergebnisse und Lessons Learned“ den aktuellen Stand des Geothermieprojekts Geiselbullach/Olching vor. G.E.O.S. begleitet dieses Projekt seit mehreren Jahren als Partner.
G.E.O.S. bringt in solche Projekte seine langjährige Geokompetenz ein: In den vergangenen zehn Jahren hat das Unternehmen zu mehr als 60 Tiefengeothermieprojekten in unterschiedlichen Projektphasen beigetragen, von der Erkundung über die Bohrplanung bis zum Testbetrieb.
Wichtige Stationen und Erkenntnisse aus dem Vortrag:
Bohrplatz Geiselbullach: Müllverbrennungsanlage und Hochspannungsleitung als Herausforderung
Der Bohrplatz in Geiselbullach liegt auf dem Gelände der GfA – Gemeinsames Kommunalunternehmen für Abfallwirtschaft. Er stellte durch den laufenden Betrieb der benachbarten Müllverbrennungsanlage, begrenzte Flächenverfügbarkeit und eine Hochspannungsleitung besondere Herausforderungen an die Planung.
Seismik und Bohrverlauf: GT1 bestätigt dolomitisierte Störungszonen
- Das Targetkonzept war von vornherein auf Störungen ausgerichtet, die durch die Interpretation der 2D-Seismik identifiziert wurden. Die maßgebliche Streichrichtung der Störungen ist überwiegend WSW-ENE bis SW-NE.
- Die erste Bohrung GT1 bestätigte: Die Zuflüsse sind an dolomitisierte Bereiche von Störungszonen gebunden.
- Auf dieser Basis plante das G.E.O.S.-Team die Bohrung GT2 um, um zusätzliche Störungszonen zu durchteufen.
Produktivität von GT1 nach mehrfacher Säuerung deutlich verbessert
Ein zentraler fachlicher Aspekt des Vortrags war der Vergleich der Produktivität über mehrere Säuerungen und Reinigungslifte hinweg:
- Nach der ersten Säuerung der Bohrung zeigte sich eine starke Verbesserung der Produktivität, nach der zweiten und dritten Säuerung jeweils eine weitere, leichte Verbesserung. Das belegt die Wirksamkeit der Stimulations- und Reinigungsmaßnahmen.
- Zum Vortragszeitpunkt stellte Dr. René Kahnt außerdem den aktuellen Stand der Bohrung GT2 zum Stichtag 2.7.2026 vor.
Der Vortrag verdeutlichte, wie eng Erkundung, Bohrplanung und Testbetrieb bei der Erschließung tiefengeothermischer Ressourcen ineinandergreifen. Entscheidend ist, Erkenntnisse aus einer Bohrung konsequent in die Planung der nächsten einzubringen.
G.E.O.S. bedankt sich beim Praxisforum Geothermie der TU München für die Einladung und den fachlichen Austausch.
Ihr Ansprechpartner
Dr. René Kahnt
Telefon: +49 3731 369-406
E-Mail: r.kahnt@geosfreiberg.de