Team Geotechnik-Bergbau auf Exkursion
im UNESCO-Welterbe Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří
G.E.O.S.-Team erlebt 500 Jahre Bergbaugeschichte
Am 27. Mai 2026 besuchte das Team des G.E.O.S. Fachbereichs Geotechnik / Bergbau die UNESCO-Welterbestätte Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří in der Region Altenberg-Zinnwald. Unter dem Motto „Berggeschrey“ standen drei Stationen im Mittelpunkt: das Besucherbergwerk Zinnwald, der Arno-Lippmann-Schacht und die Altenberger-Pinge.

Besucherbergwerk Zinnwald: 500 Jahre Montangeschichte
Bei einer Führung durch das Besucherbergwerk „Vereinigt Zwitterfeld zu Zinnwald“ wurde dem Team anhand des Tiefen-Bünau-Stollns die grenzüberschreitende und etwa 500-Jährige Geschichte des Zinn- Wolfram- und Lithium-Erzbergbaus erläutert. Dabei wurden auch zukünftige Herausforderungen diskutiert.
Arno-Lippmann Schacht, Altenberg: Historische Fördertechnik in Betrieb
Im Arno-Lippmann Schacht demonstrierten Zeitzeugen die ehemalige Fördertechnik der Schachtanlage. Diese wurde in Eigenregie und Vereinsarbeit durch die IG Arno-Lippmann-Schacht Altenberg e.V. wieder restauriert und instandgesetzt und ist ein beeindruckendes Beispiel früherer Ingenieurskunst.
Bei einer Führung auf die Schachtanlage konnte das Team einen besonderen Blick über die Stadt Altenberg und die Bergbaufolgelandschaften genießen.
Altenberger Pinge: Tagesbruch als sichtbares Erbe
Den Abschluss bildete der Besuch eines der beeindruckendsten Zeugnisse des Altenberger Bergbaus, die Altenberger Pinge. Die Pinge ist ein durch intensivsten Bergbau entstandener historischer Tagesbruch aus dem Jahr 1620 mit einem damaligen Durchmesser von 140 Metern. In den folgenden Jahrhunderten wurden die Nachbruchmassen gefördert und die Pinge vergrößerte sich auf einen Durchmesser von etwa 400 Meter.
Ein besonderer Dank gilt dem Team des Besucherbergwerks in Zinnwald, dem Team der IG Arno-Lippmann-Schacht Altenberg e.V., den Organisatoren dieses gelungenen Tages und dem gesamten Team des Fachbereichs Geotechnik Bergbau.