Wiederaufnahme des Flussspatbergbaus in
Baden-Württemberg schreitet voran:
Erste Meilensteine erreicht
Genehmigungsrechtliche Vorbereitung von Sümpfung, Exploration und Probebetrieb in der Fluss- und Schwerspatlagerstätte Käfersteige
Die Deutsche Flussspat GmbH (DFG) hat die Rechte erworben, in der Lagerstätte Käfersteige bei Pforzheim Flussspat zu gewinnen. G.E.O.S. begleitet die DFG bei den planerischen und genehmigungsrechtlichen Vorbereitungen zu Sümpfung, Exploration und Probebetrieb in der Lagerstätte. Dieser erste Schritt dient der Prüfung der technischen, wirtschaftlichen und umweltgerechten Machbarkeit für eine Wiedereröffnung der Grube im Regelbetrieb.
Bis 2027 soll der Zustand der Grube wiederhergestellt werden wie vor der Grubenschließung im Jahre 1996.
Flussspat: Kritischer Rohstoff ohne Recyclingoption
Flussspat gehört zu den versorgungskritischen Rohstoffen in der Europäischen Union und ist nicht recyclebar. Die aus dem Rohstoff Flussspat hergestellte Flusssäure ist wesentlicher Grundstoff in Chemie und Metallurgie. Alltagsprodukte wie beispielsweise Computer, Handys, optische Gläser und Solarzellen wären ohne Flussspat undenkbar.
Die Grube Käfersteige gilt unter Fachleuten als eines der größten europäischen Flussspat-Vorkommen. Der bis zu 30 Meter mächtige Flussspat-Gang ist untertägig auf einer Länge von mindestens 1.200 Metern und über eine Tiefe von mindestens 500 Metern als bauwürdig nachgewiesen.
Mit der Wiederaufnahme der im Jahr 1996 eingestellten untertägigen bergmännischen Gewinnung könnte die Lagerstätte einen wertvollen Beitrag zur regionalen Wertschöpfung und zur Versorgungssicherheit Deutschlands leisten.
Wichtige Meilensteine im Genehmigungsverfahren unter Mitwirkung von G.E.O.S. erreicht
G.E.O.S. übernimmt in diesem Projekt zentrale Aufgaben an der Schnittstelle von Bergrecht und technischer Planung und hat dazu sowohl den Rahmenbetriebsplan, als auch die ersten zwei Hauptbetriebspläne zum Vorhaben koordiniert und federführend erstellt:
- Der Planfeststellungsbeschluss zum bergrechtlichen Planfeststellungsverfahren für den von G.E.O.S. fachlich verantworteten Rahmenbetriebsplan wird in den nächsten Wochen erwartet.
- Die Bauarbeiten zur Herstellung der übertägigen Infrastruktur an der Würmtalrampe auf der Grundlage des von G.E.O.S. erstellten und zum vorzeitigen Beginn bergrechtlich zugelassenen ersten Hauptbetriebsplans stehen kurz vor dem Abschluss.
- Die untertägigen Arbeiten zur Umsetzung des von G.E.O.S. erstellten und ebenfalls bergrechtlich zum vorzeitigen Beginn zugelassenen zweiten Hauptbetriebsplanes zur Errichtung einer Wetterwand im Würmtalstollen sind bereits beendet.